DIEDERICHS KOMPAKT
«Dalai Lama»

von 
Andreas Gruschke

Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen und München 2003


 

Inhalt
Titelbild
 Inhaltsübersicht
Umschlagtext
 
 Aus der Einleitung
 
 
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Die Mehrzahl der westlichen Buddhisten fühlt sich dem tibetischen Buddhismus verbunden. Andreas Gruschke erklärt die weltanschaulichen und historischen Grundlagen der Religion sowie die religiöse Praxis in Tibet. Er setzt sich mit den Projektionen des Westens auf den tibetischen Buddhismus sowie mit Anspruch und Wirklichkeit dieser Religion auseinander.
Was ist ein Dalai Lama! Wie leben die Tibeter ihre Religion! Was genau versteht man unter Tantra! Welche Rolle spielen die buddhistischen Mönche und Nonnen in Tibet!
Diederichs kompakt gibt die Antworten.


Inhalt

DIE WELT DES DALAI LAMA - DER DALAI LAMA UND DIE WELT (EINFÜHRUNG)

BEGRIFFLICHKEIT UND NAMEN
Ein Rang mit vielen Namen
Herkunft des Begriffes Dalai Lama
Deutung und Bedeutung

RELIGIÖSE GRUNDLAGEN DER DALAI-LAMA-WÜRDE
Die geschichtliche Entwicklung der tibetisch-buddhistischen Orden und der Gelugpa 
Hierarch und weiser Lehrer
Bedeutung und Entwicklung des Reinkarnationssystems

HISTORISCHE ENTWICKLUNG VON WÜRDE UND AMT DER DALAI LAMAS
Die religiöse Funktion des Dalai Lamas
Die Historische Entwicklung seiner politischen Rolle
Dalai Lama als ein ›Papst des Fernen Ostens‹?

DIE DALAI LAMAS IN GESCHICHTE UND POLITIK
Der erste Dalai Lama Gedündrub und sein Nachfolger
Sönam Gyatsho - der erste mit dem Namen Dalai
Der Mongole auf dem Löwenthron
Der »Große Fünfte», ein fähiger Machtpolitiker
Dichter zarter Lieder
Hierarch von Kaisers Gnaden
Zeit der vormundschaftlichen Regierungen
Der 13. Dalai Lama - ein moderner Machtpolitiker

DER HEUTIGE 14. DALAI LAMA
Die Zeit in Tibet.
Der Gang ins Exil. 
Ziele, Wünsche, Hoffnungen. 
Die heutige politische Rolle und ihr Dilemma 
Ansprüche und Widersprüche
Der 14. Dalai Lama als Mensch

WOHIN GEHT DER DALAI LAMA? AUSBLICK
 

VERZEICHNIS ALLER DALAI LAMAS

ANMERKUNGEN
LITERATUR
DER AUTOR
 



Aus der Einleitung

DIE WELT DES DALAI LAMA 
— DER DALAI LAMA UND DIE WELT
 

Tibet, Mythos Tibet, Dach der Welt. Es fällt schwer zu ergründen, zu welchen Teilen Märchen, Mythen und Missverständnisse das Bild von Tibet und seiner Religion in den Köpfen der Menschen im Westen prägen. Was wissen wir schon, was wollen und können wir davon kennen? Einen Tibeter kennt indessen fast jeder: den Dalai Lama. Der amerikanische Publizist Orville Schell nannte ihn die »einzige Berühmtheit des abgelegenen und gebirgigen Tibet«.1 Weltweit bekannt geworden ist er mit seiner spektakulären Flucht 1959 aus dem chinesisch besetzten Schneeland.
Drei Jahrzehnte später wurde der Dalai Lama durch die Verleihung des Friedensnobelpreises zu einer Symbolfigur des Westens. Doch als Symbol für was? Für das besetzte Tibet, seinen Freiheitskampf, und, weil er diesen mit gewaltlosen Mitteln gewinnen möchte, für Frieden und Vernunft. Umfragen haben ergeben, dass der Dalai Lama nach Meinung der Deutschen der weiseste lebende Mensch sei. 
...
In einer Welt grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten und enger Medienverflechtung ist der religiöse Hierarch einer Region, die aus unserer Warte abgelegener nicht sein könnte, zu einer der bedeutendsten Identifikationsfiguren selbst der westlichen Welt geworden.
Das Ansehen des Dalai Lamas als religiöser Führer hat seit seinem Gang ins Exil zur weltweiten Verbreitung des tibetischen Buddhismus beigetragen. Er selbst richtet dabei sein Hauptaugenmerk darauf, die Gemeinsamkeiten mit anderen religiösen Systemen herauszustreichen, wie auch den überaus farbenprächtigen, von einem üppigen Ritual und einer verwirrenden Götterwelt aufgeblähten Lamaismus auf das Wesentliche zurückzuführen: »Der primäre Zweck aller Gebete und religiösen Rezitationen sollte die Kontrolle und Disziplinierung des Bewußtseins sein.« verkündet er und erläutert, dass der Buddhismus – anders als die meisten Weltreligionen – nicht auf der Idee eines Gottes gründe, sondern den Menschen und seine Vervollkommnung zum Thema hat.
Ob die Botschaft immer so ankommt, wie er das gerne möchte, ist fraglich. 
...
So wie Tibet zum Mythos geworden ist, wurde der Dalai Lama gleichsam zur weltlichen Manifestation dieses Mythos im Westen.
Die Welt des Dalai Lama, die sich traditionellerweise auf Tibet, zumeist gar nur auf einen Teil des Hochlandes beschränkt hatte, erstreckt sich damit in der Umkehrung der Verhältnisse nun über fast den ganzen Globus mit Ausnahme Tibets. Waren manche seiner Vorgänger mehr oder weniger nicht aus Tibet herausgekommen, so berichten nun Nachrichten aus aller Welt über seine Besuche in aller Welt. Der Medienrummel, der entsteht, wann immer der Dalai Lama irgendwo auftritt, sowie die zahllosen Interviews, um die bei ihm nachgesucht wird, vermitteln rasch, dass wir es mit einem der bedeutendsten Zeitgenossen an der Wende des 20. zum 21. Jahrhundert zu tun haben. Es erscheint daher mehr als gerechtfertigt, sich die Hintergründe um die Entwicklung der Würde, die diese bedeutende Persönlichkeit repäsentiert, in geschichtlicher Perspektive näher zu betrachten.
 



Broschiert - 96 Seiten (2003) 

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    Über den Autor

    Andreas Gruschke, geboren 1960, Studium der Geografie, Ethnologie und Sinologie, mehrere längere Studien- und Auslandsaufenthalte in China, Tibet und anderen asiatischen Ländern. Rund 40 Reisen in die verschiedenen Regionen des Hochlandes haben ihn mit der kulturellen wie auch landschaftlichen Vielfalt Tibets vertraut gemacht. Heute freier Autor und Bildjournalist mit Schwerpunkt „tibetischer Kulturraum", Tätigkeiten in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Bei Diederichs sind von ihm zwei Bände über Tibet erschienen (DG 124, Mythen und Legenden der Tibeter. Von Kriegern, Mönchen, Dämonen und dem Untergang der Welt, und DG 137, Die heiligen Stätten der Tibeter. Mythen und Legenden von Kailash bis Shamabhala.). Seit mehreren Jahren Arbeit an einem umfassenden Werk über Kulturdenkmäler in Osttibet (The Cultural Monuments of Tibet's Outer Provinces), wovon bereits die beiden ersten Bände The Qinghai Part of Amdo und The Gansu and Sichuan Parts of Amdo (2001) erschienen sind. In diesem Zusammenhang entstand auch die arte-Filmdokumentation „Klosterboom in Tibets Osten" (2002), für die der Autor beratend tätig war. 


     

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