1. Tag: FLUG FRANKFURT / ZÜRICH - BEIJING
Linienflug mit Lufthansa nach Beijing. Anschlussflüge ab deutschen
/ schweizerischen Flughäfen auf Anfrage bei Indoculture
Tours (Zürich).
2. Tag: BEIJING
Ankunft in Beijing und Transfer ins Hotel. Unsere ersten Besichtigungen
führen am Nachmittag in den Nordwesten der chinesischen Hauptstadt,
wo sich die weitläufigen Gartenanlagen des kaiserlichen Sommerpalastes
ausbreiten.
Zunächst besichtigen wir den sogenannten neuen Sommerpalast Yihe
Yuan, der auf einem Teil des Geländes des ursprünglichen, von
europäischen Truppen 1860 und 1900 zerstörten alten Sommerpalast-Anlage
des Yuanming Yuan wieder errichtet wurde. Ausgiebige Spaziergänge
werden uns zu den wesentlichen Bauten des Yihe Yuan führen. Auch werden
wir einen Blick auf die Ruinen des ehemaligen Residenz im Yuanming Yuan
werfen, die noch den Einfluß des europäischen Barock zeigen.
Im Westen des Sommerpalastes beginnen die Berge aus der nordchinesischen
Tiefebene anzusteigen. Dieser Teil wird in Beijing Xishan, „Westberge"
genannt. Zu deren Füßen und an deren Hängen zahlreiche
Baudenkmäler zu finden sind. Berühmt ist der Xiangshan-Park,
vor dessen Toren wir den „Tempel der azurblauen Wolken", Biyun Si, besuchen.
Außer seiner Halle mit 500 Luohan (Arhats) ist er für seinen
fünftürmigen Stupa bekannt, der den berühmten Tempelturm
im indischen Bodhgaya, Buddhas Erleuchtungsort, zum Vorbild hat. |
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3. Tag: BEIJING
Die gewaltige Palastanlage der chinesischen Kaiser wird unseren heutigen
Vormittag beanspruchen. Allein die Hauptachse des Palastmuseums (Gugong
Bowuguan) erfordert bereits einen großen Teil der Zeit, da sie zahlreiche
verschiedene Eindrücke vermittelt. Auf der östlichen Nebenachse
wird Gelegenheit sein, einige der wichtigsten Ausstellungen zu sehen. Im
Anschluß daran besteigen wir den Kohlehügel im Jing-Shan-Park,
von wo sich ein faszinierender Blick über das Dächermeer des
Kaiserpalastes bietet. Im nahegelegenen Beihai-Park werden die Besichtigungen
fortgesetzt, nachdem dort Gelegenheit zum Mittagessen war.
Der Nachmittag dieses Tages gilt Zeugnissen religiöser und weltanschaulicher
Kultur. Im Nordosten der ehemaligen „Tatarenstadt" erstreckt sich direkt
an der Ringstraße, die an der Stelle der Stadtmauer gebaut wurde,
der große Lama-Tempel, Yonghe Gong. Die ehemalige Prinzenresidenz
wurde 1722 in einen kaiserlichen Tempel umgewandelt, in dem sich seit Mitte
des 18. Jahrhunderts tibetische Mönche ansiedelten. Seine prächtige
Ausstattung bietet nicht nur einen ersten Einblick in die Vorstellungswelt
des Lamaismus, sondern auch Gelegenheit, die Beziehungen Tibets mit dem
chinesischen Kaiserhaus anzusprechen.
Nur wenige Minuten zu Fuß bringen uns durch eine nach Westen
führende Altstadtstraße zum Kong Miao, dem Konfuziustempel,
in dem der Staatskult im alten China zur Sprache kommen wird. Über
die Ringstraße gelangen wir in den westlichen Innenstadtbezirk Xicheng
Qu, wo sich inmitten einer kommunistischen Kaderschule das Grabmal des
Jesuiten-Missionars Matteo Ricci, Li Madou Mu, liegt. Sein großes
Wissen hatte ihm nicht nur Anerkennung in China gebracht, sondern er war
zu Amt und Würden am Kaiserhof gelangt. Vor dem Abendessen machen
wir eine Stippvisite auf dem Vogelmarkt.
Unser Abendprogramm wird in einer ehemaligen Prinzenresidenz in der
Altstadt gestaltet, wo eine Vorstellung einen Eindruck der Pekingoper vermittelt.
4. Tag: BEIJING
Nach dem üppigen Kulturprogramm des gestrigen Tages steht heute
überwiegend Natur auf unserem Programm, indem wir eine längere
Ausflugsfahrt nach Shidu im Südwesten der Stadt unternehmen. Zwar
liegt Beijing selbst nur etwa 30 Meter über dem Meer, aber da der
riesige, einer Provinz gleichgestellte Verwaltungsbereich der Hauptstadt
über 16.000 qkm umfaßt, ragen die höchsten Gipfel im gebirgigen
Umland auf Höhen bis 1500-2000 Meter auf. In der Umgebung des Dorfes
Shidu sind die Berge besonders steil und schroff. Wegen der ländlichen
Stimmung und lieblichen Flußlandschaft hier wird diese Gegend das
„Guilin des Nordens" genannt. Hier gibt es Gelegenheit zu kleinen Wanderungen.
Auf der Rückfahrt in die Stadt erlaubt ein Abstecher nach Fangshan,
den Fundort des „Pekingmenschen" aufzusuchen. Hier in Zhoukoudian gruben
chinesische Anthropologen in nahegelegenen Höhlen menschliche Überreste
aus, die rund 500.000 Jahre alt sind. Fossilien und Stein- und Knochenwerkzeuge
des Sinanthropus Pekinensis sind in dem Museum darüber ausgestellt.
Außerdem gilt unser Interesse noch den buddhistischen Stätten
Wanfo Tang (mit hervorragen Reliefs) und Yunju Si, wo zwei Pagoden von
einem Tempel zeugen, der zu Beginn des 7. Jahrhundert errichtet worden
war.
5. Tag: BEIJING
| Weitere Besichtigungen in der Beijinger Innenstadt: Der sogenannte
Himmelstempel war der wichtigste Gebäudekomplex des kaiserlichen Staatskults
im alten China. Hier opferten die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastie dem
Himmel und beteten für ein gutes Jahr und um eine gute Ernte. Wahrzeichen
Pekings ist die auf einem runden Grundriss beruhende „Halle des Erntegebets",
die von vielen als schönstes Bauwerk der chinesischen Architektur
betrachtet wird. |
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Das heutige Herz der chinesischen Hauptstadt ist der symbolträchtige
Platz des Himmlischen Friedens, an den sich im Norden die Verbotene Stadt
anschließt. Viel zu selten von Touristen besucht ist das seine Ostseite
säumende Geschichtsmuseum, dessen hervorragende Sammlungen wir nicht
missen wollen. Hier sind die besten archöologischen Stücke und
Kunstwerke aus dem ganzen riesigen Land zusammengetragen worden und vermitteln
daher ein einzigartiges Panoptikum chinesischer Geschichte und Kultur.
Selbstverständlich wird ein gemütlicher Spaziergang über
den großen Tiananmen-Platz nicht fehlen. Dabei gibt es die Möglichkeit,
durch das Mao-Mausoleum zu gehen und einen Blick auf den öffentlich
aufgebahrten Gründer der VR China, Mao Zedong, zu werfen.
Im weiteren Tagesverlauf sollen die noch gut erhaltenen Teile der Pekinger
Altstadt nahegebracht werden. Einen Überblick über den nördlichen
Teil der ehemaligen Tatarenstadt erhält man vom mächtigen Trommelturm,
der wie der nördlich benachbarte Glockenturm auf der zentralen Verlängerung
der Hauptachse vom Kaiserpalast nach Norden liegt. Von hier ermöglicht
ein kleiner Spaziergang einen Einblick in die Struktur dieser Innenstadt.
Ergänzend werden wir den Altstadtbereich im Qianmen-Distrikt besuchen,
wo wir zu Fuß vom einstigen Stadttor der „Chinesenstadt" durch die
Dazhalan, einer der belebtesten Straßen in diesem traditionellen
Einkaufsviertel, zur Liulichang gehen. Letztere wurde in den achtziger
Jahren in traditioneller Manier restauriert, und die zweistöckigen
Ziegelhäuser bergen eine Fülle von Läden, die von Büchern
über Malereibedarf, Kunsthandwerk, Antiquitäten bis hin zu Restaurants
zu einem längeren Verweilen einladen. Falls noch Zeit bestehen sollte,
besuchen wir abschließend die Niujie-Moschee oder den buddhistischen
Tempel Fayuan Si, deren Gebäude völlig in den chinesischen Stil
der Hauptstadt-Wohnviertel eingepaßt sind.
Am Abend findet das Essen in einem Peking-Enten-Restaurants statt.
6. Tag: BEIJING - GUBEIKOU - CHENGDE
Früh am Morgen beginnen wir heute den dreitägigen Ausflug
in die nordöstliche und östliche Nachbarregion von Beijing.
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Unser erstes Ziel ist der auf der Grenze zur Nachbarprovinz Hebei gelegene
Mauerabschnitt der Großen Mauer bei Gubeikou.
Simatai bzw. Jinshanling heißen die hier restaurierten Mauerstücke,
die nur von wenigen Menschen besucht werden und dabei eine viel malerischere
Stimmung der Großen Mauer vermitteln als das berühmtere Badaling.
Anschließend Weiterfahrt bis Chengde, dem alten Jehol und Sommerfrische
der Mandschu-Zeit. |
Am Nachmittag steht nach Ankunft in Chengde der Besuch des Sommerpalastes
auf dem Programm.
7. Tag: CHENGDE (JEHOL)
Die kühle Bergwelt um Chengde war von den Mandschuren, die 1644
die letzte chinesische Kaiserdynastie begründet hatten, zu ihrem Sommersitz
auserkoren worden. Als aus der Steppe stammendes Reitervolk war ihnen die
sommerliche Hitze in Beijing unerträglich, und so konnten sie sich
in den für sie geschaffenen Parkanlagen am heutigen Stadtrand verlustieren
oder in den umgebenden Bergen auf die Jagd gehen. Auf einer Anhöhe
steht ein merkwürdig anmutender Felsfinger, zu dem wir im Lauf des
Tages hinaufwandern wollen, um etwas von der umgebenden Landschaft und
dem ländlichen Leben um Chengde mitzubekommen.
Um die Palastanlage und die dazugehörigen Gartenanlagen herum
hatten die Qing-Kaiser im 18. Jahrhundert die sogenannten acht äußeren
Tempel errichten lassen. Anlaß dafür waren zum einen Kaisergeburtstage,
zum anderen, um in die Hauptstadt gereiste Würdenträger der tibetischen
Lama-Hierarchie zu ehren. Da die Qing inzwischen die größte
Ausdehnung ihres Reiches erlangt hatten, sollten die Tempelanlagen symbolhaft
die Baustile der verschiedenen Landesteile übernehmen. Daher erinnern
manche Bauten an den Himmelstempel in Peking, an den Potala-Palast in Lhasa
oder auch das tibetische Samye-Kloster im Tsangpo-Tal. Die wichtigsten
dieser Tempelanlagen werden wir besuchen.
8. Tag: CHENGDE - QING-GRÄBER - BEIJING
Die Rückfahrt in die Hauptstadt wird auf einem anderen Weg erfolgen
als die gestrige Anreise nach Chengde. Ein Umweg über Zunhua in Hebei
wird uns den Besuch der Östlichen Qing-Gräber ermöglichen,
daher frühe Abfahrt von Chengde. In dieser schön gelegenen Grabanlage
sind viele der Qing-Kaiser, die in Beijing residierten, und ihre Angehörigen
begraben. Zu den bekanntesten, die hier bestattet liegen, gehören
der Qianlong-Kaiser, der 1735-96 regierte, und die berühmt-berüchtigte
Kaiserinwitwe Ci Xi (reg. 1875-1908).
Auf der Weiterfahrt nach Beijing pausieren wir im Städtchen Jixian,
wo wir den Tempel Dule Si besichtigen. Die wunderschöne Anlage stammt
aus dem Jahre 984 und seine Hallen gehören damit zu den ältesten
erhaltenen Holzbauten des Landes. Neben der prächtigen Ausstattung
lassen sich hier auch gut die Konsolensysteme der chinesischen Architektur
studieren. Deren Konstruktion war - vor eintausend Jahren (!) - bereits
so stabil, daß sie selbst das starke Erdbeben von 1976, das die weiter
östlich gelegene Millionenstadt Tangshan in Schutt und Asche legte,
überstand. Nach der Besichtigung Rückkehr nach Beijing.
9. Tag: BEIJING
Die heutige Ausflugsfahrt nach Badaling, dem berühmtesten und
daher am meisten überlaufenen Teil der Großen Chinesischen Mauer
steht weniger im Zeichen der Grenzbefestigung selbst, als in der Möglichkeit,
das einzigartige Tor Juyongguan und die Ming-Gräber zu besuchen.
Auf der Rückfahrt in die Stadt halten wir beim Desheng Men, einem
der wenigen erhaltenen alten Stadttore, in dem ein kleines Museum untergerbacht
ist. Das Hinaufsteigen ermöglicht einen Eindruck von der gewaltigen
Ausdehung der früheren Stadtmauer, die in den sechziger Jahren abgerissen
wurde.
Ein Teil des Nachmittages wird zur freien Verfügung stehen, bis
wir am Abend eine Vorstellung chinesischer Akrobatik besuchen.
10. Tag: BEIJING - ZÜRICH/ FRANKFURT
Linienflug mit Swissair von Beijing nach Zürich. Von dort Weiterflug
zu Ihren Heimatdestinationen.
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